Der Begriff Outdoor verwässert Ihre Positionierung als Marke

„Outdoor“ ist ein Anglizismus, der Ihre Positionierung am Markt verwässert und Verwirrung beim Konsumierenden stiftet. Haben Sie sich schon mal selbst die Frage gestellt, was „Outdoor“ eigentlich ist? Wir haben alle gelernt für was der Begriff im Großen und Ganzen steht, aber was wissen wir wirklich über den Begriff „Outdoor“?

Meiner Beobachtung folgend ist „Outdoor“ das Alles und Nichts, wenn es um die Aktivität und/oder dem Sein in der Natur geht. Bergsteigen ist Outdoor. Klettern ist Outdoor. Wandern ist Outdoor. Aber auch Fahrradfahren, Slacklining oder die Reiseausrüstung für die nächste Fernreise – alles kann „Outdoor“ sein. Aus Sicht der Markenpositionierung und Retailer-Brand-Positionierung schwächt das Anglizismus „Outdoor“ die eigene Positionierung. Der Grund dafür ist die Zielgruppe, denn diese kann sich mit der Begrifflichkeit nicht identifizieren. Die Kundschaft mag zwar das Wort und den Kontext kennen, aber sie identifizieren sich nicht damit. Und das ist ein großer Unterschied.

Machen Sie den Test in Ihrem Freundeskreis. Fragen Sie an einem Montag nach dem Wochenende was Ihre Freunde unternommen haben. Ich lehne mich nun weit aus dem Fenster, aber ich bin überzeugt, dass keine Antwort lauten wird: Ich war Outdoor. Eher: ich war wandern mit der Familie. Wir haben mit dem Fahrrad den See umfahren. Wir waren Stand Up Paddeln. Oder, wir haben im Park gegrillt. Ihre Zielgruppe identifiziert sich also mit dem Konkreten, den Dingen die sie wirklich erleben können und nicht mit leeren Worthülsen.

Liebe Industrie, wenn der Begriff für Euch als Handelssprache funktionieren mag – fein. Aber hört auf, Euch hinter Anglizismen zu verstecken und fangt an Euch dazu zu bekennen, wer ihr seid und für was ihr steht. Gerade in der Kommunikation mit Eurer Kundschaft. Eure Marke und Zielgruppe wird es Euch danken!