Incluencer Marketing

2008 startete ich einen Beratungsjob bei einer Unternehmung, die gerade eine „Mundprobaganda“ Agentur ins Leben gerufen hatte. Auch ich durfte die Idee vom Empfehlungsmarketing unterschiedlichen Kunden_innen vorstellen – und glauben Sie mir – es war eisig. Das Konzept „Blogging“ war zu frisch, um Marketer_innen von diesem neuen Marketing zu überzeugen.

Heute ist es anders. „Word of Mouth“ ist als feste Marketinggröße bei den meisten Entscheidenden angekommen. Blogger_innen sind heute Influencer_innen. Digitale Meinungsbildende, die weder erfolgreiche Athleten_innen noch berühmte TV-Stars sein müssen um Menschen zu überzeugen. Vielmehr treffen sie mit ihrem Medium den richtigen Ton, der Leser_in fasziniert und sie zu treuen Gefährten_innen werden lässt. Aber wie findet Industrie und Handel die s.g. Influencer_innen, wie geht man auf sie zu und wie kann man sie von einer Zusammenarbeit überzeugen?

Die Erfolgszahlen von Industrie und Handel, hängen von der Zusammenarbeit mit erfolgreichen Influencern_innen zusammen. Das Geheimnis ihres Erfolges ist Authentizität, ein Wert von dem gerade Marken profitieren. Je mehr Industrie und Handel auf die Meinungsbilder_innen, als Teil ihrer Marketingstrategie zugehen, desto größer wird der Spagat für beide Seiten.

Die Lesenden sind nicht blöd oder blind. Sie wissen, alle User_innen wissen, dass Webseiten und Instagram-Posts, Produkte von der Industrie zur Verfügung gestellt bekommen. Sie wissen, dass die Links, die unterhalb eines Youtube Videos zu finden sind, ausgezählt und monetisiert werden. 

In Zukunft wird weiterhin ausschlaggebend sein, wie authentisch Influencer_innen trotz der Angebote aus der Industrie sein können und wie offen und selbstbewußt die Industrie mit etwaiger Kritik im Netz umgeht. Mit dem richtigen Fingerspitzengefühl ist Influencer-Marketing kraftvoll und stark, auch wenn der Erfolg nicht wie Sterne vom Himmel fällt.