Loyalitätsprogramme funktionieren

Der aktuelle Facebook-Datenskandal bietet jedem Konsumierenden eine gute Möglichkeit, über das eigene technologische Nutzungsverhalten nachzudenkenden. Und das ist gut so. Aber eines zeigt die Diskussion eben auch: wie wertvoll Kundendaten tatsächlich für Unternehmen sind. 

Loyalitätsprogramme z. B. in Form von Kundenkarten sind meines Erachtens eine gute Möglichkeit, Kunden für ihre Treue zu belohnen und gleichzeitig als Unternehmen mehr über sie zu erfahren. Lassen Sie uns aber gleich jegliche Naivität beiseitelegen – natürlich sind in den meisten Fällen die Punkte, Meilen oder Stempelkarten dafür gedacht, Kunden ganzheitlicher kennenzulernen und so transparenter zu machen.

Das Kaufverhalten wird in Form von Daten ausgewertet und anschließend im Marketing entsprechend weiterverwendet. Gruppierungen werden gebildet und Algorithmen entwickelt, um Kundenaktionen und Kommunikation effizienter auszusteuern. Dabei wird eine  große Menge an Daten gesammelt – und die Möglichkeiten für Unternehmen sind gigantisch. Aber auch für den Konsumenten werden die Vorteile immer attraktiver. Wer kennt nicht die Geschichten von Freiflügen in der Business-Class oder das Upgrade auf eine Hotelsuite? Loyalität kann sich tatsächlich auch für Kunden, im wahrsten Sinne des Wortes, auszahlen.    

Viele Sportfachhandelnde und Markenherstellende bieten ihren treuen Kunden Bonuspunkte, Rabattleistungen und sonstige „Goodies“ an. Nach meiner Beobachtung wird das Potenzial aber noch längst nicht ausgeschöpft. Mein Appell an den Handel: Widmen Sie dem Thema mehr Fokus und Aufmerksamkeit, denn hier schlummern große Umsatzpotenziale. Aber nicht nur wegen des direkten Euros sind Loyalitätsprogramme spannend. Sie bilden eine Beziehung zum Kunden – und diese ist immer unbezahlbar.


Dieser Artikel ist zuerst erschienen auf SAZsport.