Wir haben ein Qualitätsproblem

Es nimmt kein Ende. Der stationäre Handel beklagt die Entwicklung der Branchen, denn sinkende Umsätze machen ihm Sorgen für die Zukunft. Es geht um seine Existenz und die Frage, ob es unter Berücksichtigung der Technologisierung stationären Handel überhaupt noch benötigt?

Ja, natürlich! Aber, der Handel hat ein Qualitätsproblem und kann so nicht weitermachen.

Lassen Sie uns die heilige Kuh, dass Onlineshops für den schwachen Absatz des Handels verantwortlich sind, vom Sockel holen. Das stimmt einfach nicht! In Wirklichkeit ist es fehlender Mehrwert wie motiviertes Verkaufspersonal oder schlechte Beratungsleistung der den Fisch von der Angel lässt. Als Folge verlagern sich die Umsätze hin zum digitalen Wettbewerber_in. Das ist absolut nachvollziehbar. Der stationäre Handel ist unflexibel bei der Umsetzung der Kundenbedürfnisse auf der Fläche, unmotiviert seine eigenen Serviceversprechen zum Leben zu erwecken und konzeptionslos gegenüber moderner Kundenansprüche. Daraus folgt, dass der stationäre Handel letztlich nicht wettbewerbsfähig sein kann!

Jetzt werden alle Leser_innen mit eigenem Ladengeschäft sagen: das machen wir doch! Aber sie vergessen dabei, dass die subjektive Realität der Käufer_innen anders aussieht, dass sie sich abwenden ohne einen Einkauf zu tätigen.

Konzepte und Strategien, Werte und individuelles Markenerlebnis (Retailer-Brand) auch auf die stationäre Fläche zu bringen, gibt es viele. Die Entscheider_innen sollten aber eines nicht vergessen, dass nämlich der letzte und kaufentscheidende Kontaktpunkt immer das Verkaufspersonal sein wird. Liebe Entscheider_innen, hört nicht auf, in Menschen zu investieren, so wie ihr nicht aufhören solltet, in die Verbesserung eurer Marke zu investieren. Nur so schafft ihr die Trendwende!